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Briard - Blog

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Arbeiten mit Leckerlis

Karina | 31. März, 2008 22:38

Ein sehr umstrittenes Thema in der Hundeerziehung ist die Arbeit mit Leckerlis. Gegner reden gar von Bestechung, was natürlich falsch ist, denn eine Bestechung wird vor einer erbrachten Leistung gegeben, eine Belohnung danach. Ansonsten hört man unglaublich viele Gegenargumente, die bei näherer Betrachtung immer sehr fadenscheinig sind. Es geht um die eigene Bequemlichkeit, falsche Anwendung, Ignorieren der Bedürfnisse eines Hundes, Nichtwissen von lernbiologischen Zusammenhängen, falsche Einschätzung hundlicher Motivation, mangelndes Ego des Hundehalters, Prinzipienreiterei, Neigung zu Balljunkies, dümmliches Rangordnungsgequatsche, Pseudoangst vor Vergiftung (als wenn Hunde so blöd wären, nicht genau unterscheiden zu können, ob sie etwas aus der Hand des Halters bekommen oder etwas auf dem Boden finden) und so manches mehr.

Wer nicht mit Leckerlis arbeitet, maches es oft sich, vor allem aber seinem Hund unnötig schwer. Ich zitiere Anders Hallgren aus "Hundeprobleme - Problemhunde":

"Leckerbissen haben eine beruhigende Wirkung. ... Der Leckerbissen schafft einen motvierten, konzentrierten, zur Zusammenarbeit bereiten und ruhigen Hund". Ist es nicht genau das, was jeder Hundehalter will?

Zitat aus "Verstehe deinen Hund" von Viviane Theby: "Es gibt viele Studien, auch an Menschen, die belegen, dass die sofortige Belohnung wichtiger ist als eine etwas grössere später." Um das zu üben, empfiehlt sie ein tolles Spiel, was ich euch auch gerne empfehlen möchte: stellt eine Stoppuhr/Eieruhr auf 15 Sekunden ein und versucht, eurem Hund in dieser Zeit mindestens 30 (!) Leckerlis zu geben. In der ersten Runde liegen sie vor euch auf dem Tisch, in der zweiten Runde nehmt ihr sie aus einer Leckerlitasche. Und versucht mal, Rekorde aufzustellen, wer von euch schafft mehr als 30 Leckerlis pro Sekunde? Eure Hunde werden jedenfalls begeistert sein Smile.

Futterbelohnung ist natürlich eine Methode, die nur bei richtiger Anwendung auch erfolgreich ist.

Einige Regeln:

- das normale Trockenfutter, was die Hunde eh jeden Tag bekommen, ist keine echte Belohnung! Eine Belohnung, die den Hund enttäuscht, ist schlimmer als gar keine Belohnung, weil die Enttäuschung zusätzlich frustriert! Wäre eine simple Scheibe Brot für euch Menschen eine Belohnung? Sicher nicht, aber ein leckeres Stückchen Torte doch sicherlich oder?

- es sollte aber auch nicht immer das allerliebste Leckerli wie Käse oder Würstchen sein, jedenfalls das, was euer Hund am liebsten isst, sonst kann der Hund zu gieriig und ungeduldig werden.

- es sollte weder zu gross noch zu klein sein. Der Hund sollte nicht kauen müssen, aber er sollte es schon im Mund spüren. Gebe ich Merlin zu kleine Krümmelchen, sucht er erst in seinem Mund danach, dann auf dem Boden. Könnte ja sein, dass es runtergefallen ist.

- es sollte zwar feucht, aber nicht so klebrig sein, so dass es entweder an den Fingern oder an den Zähnen des Hundes festklebt.

- Abwechslung darf und sollte auch sein. Ich liebe Sachertorte, aber immer nur Sachertorte wäre auf Dauer etwas langweilig.

- nur in Ausnahmefällen, Welpen, unsichere, ängstliche Hunde sollte es als sichtbares Lockmittel in der Hand eingesetzt werden, ansonsten sollte es nicht sichtbar sein, aber stets griffbereit, denkt an das Spiel oben.

- Leckerlis nicht immer nur aus der Hand geben, auch mal dem Hund zuwerfen oder Futterrollen auf dem Boden.

- seid kreativ, probiert mal alles mögliche aus, vom Katzenfutter bis zu gekochten Hühnerherzen, erstellt eine Leckerlirangliste eures Hundes. Welches mag er am liebsten?

- füttert euren Hund nicht fett. Zieht die Kalorien der Leckerlis von der Tagesration ab.

- Leckerlis langsam abbauen, am Ende nur noch jedes z.B. 5.-10. Mal geben, das verstärkt sogar die Arbeitsleistung des Hundes.

- Leckerlis sollten nicht in knisternden Tüten sein, denn dann fungiert das Knistern immer schon als Lockmittel.

- sie sollten in einer verschliessbaren Tasche sein. Es ist ärgerlich, wenn jemand dann mit seinem Hund rennt und den ganzen Platz mit Leckerlis "verseucht", auf dem danach ein anderes Team arbeiten will.

- der Hund sollte möglichst vorher lernen, das Leckerli behutsam und vorsichtig aus den Fingern zu nehmen, sogar bei Hoshi klappt es schon sehr gut. Ausser bei Hühnerflügeln oder sonstigem rohen Fleisch Tongue out

- wenn euer Hund sich nicht für Leckerlis interessiert, habt ihr wahrscheinlich entweder die falschen oder er ist einfach satt. Oder er ist im Dauerstress, ein echtes Alarmsignal.

- ein Leckerli sollte immer durch ein konditioniertes Signal angekündigt werden, es muss nicht der Clicker sein, bei Hoshi benutze ich ein "Supiiiiii", er weiss dann, dass ein Leckerli folgt und man hat etwas Zeit für die eigentliche Bestätigung gewonnen.

- gebt eurem Hund die Leckerlis aus beiden Händen, mal rechts, mal links, an verschiedenen Orten, in verschiedenen Positionen, tragt sie nicht immer an der gleichen Stelle eures Körpers.

- gebt das Leckerli dort, wo euer Hund sein soll, z.B. soll er neben euch sitzen, gebt ihr es an eurer Seite, nicht vor eurem Körper. bei Hoshi muss ich mich noch sehr weit bücken, um ihn nicht zum Hochspringen zu animieren.

- am Schluss einer Trainingseinheit kann man dem Hund auch mal ruhig eine ganze Handvoll Leckerlis geben, quasi als Jackpot.

Denkt daran, Leckerlis sind bei weitem nicht die einzig mögliche Belohnung, aber für viele Situationen und viele Hunde einfach die beste. Über das Richtige Spielen als Belohnung haben wir euch ja auch schon erzählt. Ein Spielzeug kann aber einen Hund auch übermotivieren, am besten lernen Hunde in einer mittleren Motivationslage.

Eine schöne Zusammenfassung über die Belohnung mit Leckerlis findet ihr HIER. Neben den bereits empfohlenen Büchern noch ein Buchtipp, in dem die Arbeit mit Leckerlis sehr ausführlich behandelt wird:

"Trainingsbuch Hundeerziehung" von Sabine Winkler, auch sonst sehr empfehlenswert

Unterwegs mit Bus + Bahn 3

Karina | 31. März, 2008 20:04

Wir waren mal wieder in einer Strassenbahn und ich döste gemütlich zwischen Frauchens Füssen:

als plötzlich ein kleines Mädchen auf mich zustürzte und mich ungefragt anfasste und dann noch oben auf dem Kopf:

Auch das muss ein Rettungshund als ganz normal hinnehmen, denn das kann auch bei jedem Besuch im Kindergarten, jeder Vorführung oder sogar in einem Einsatz immer mal passieren. Ein Rettungshund darf sich dem maximal entziehen, aber auf keinen Fall aggressiv reagieren.  Ich hab mich so souverän verhalten, als wenn ich das schon immer gemacht habe. Aber nach ein paar Minuten hat Frauchen das Mädchen und auch Julia weggeschickt, damit ich mal etwas schlafen kann:

Wir sind bis an die Elbe nach Kleinzschachwitz gefahren, wo wir am Grill Mittagspause hatten. Nein, der Atli bettelt nicht:

Und dann sind wir auf der Fähre über die Elbe gefahren:

Da seht ihr Schloss Pillnitz:

So richtig gerne fährt der Atli nicht im Bus:

Als wir wieder ausgestiegen sind, sind wir durch den Grossen Garten marschiert. Ich war so ko, dass der Benny mich freundlicherweise ein ganzes Stück getragen hat:

Dafür hab ich ihm auch ein bisschen am Daumen geknabbert Innocent. Den Rest bis zur nächsten Haltestelle bin ich mit Julia gegangen:

So, die letzte Fahrt:

War ganz schön anstrengend und ich hab zu Hause lange geschlafen. Frauchen war superstolz auf mich, dass ich alles so supertoll gemeistert habe, vor nichts Angst hatte und in jedem Bus, jeder Bahn immer ganz, ganz brav und ruhig war. Und reingepullert hab ich auch nirgendswo.

Euer Hoshi

Der Bücherwurm 2

Karina | 31. März, 2008 11:40

Heute gegen Morgen hatte ich ja schon wieder ein bisschen Langeweile und mir was zu Lesen gesucht. Ich fand "The complete cartoons of The New Yorker" und hab ein bisschen drin geblättert und die lustigsten Cartoons markiert. Frauchen hat ja drunderttausend Bücher, da macht das nix. Und neben dem Regal steht stand ein Körbchen mit ganz vielen Alabasterfrüchten drin, aber das Körbchen hatte nur ein ganz gewöhnliches Design. Jetzt sieht es aber richtig schick aus. Und ich bin schon so gross, dass ich heute morgen meine Vorderpfötchen auf den Geschirrspüler gestellt habe, Tassen ohne Henkel sehen viel schicker aus finde ich. Und ich kann schon alleine aufs Sofa klettern. Ausserdem hab ich rausgefunden, dass ich vom Bett aus über einen Stuhl klettern, weiter über das Nachtischchen marschieren und dann endlich zum Korb mit der Schmutzwäsche gelangen kann. Frauchen meint, ich werde bestimmt mal ein prima Trümmersuchhund werden, weil ich schon so gut klettern kann und vor nix zurückschrecke.

Aber irgendwie steht das jetzt in der falschen Kategorie?

Euer Hoshi

PS: Eine Warnung für unsere Dresdner Leser: in Wachau wurde am Wochenende ein Labrador, ein Therapiehund vergiftet! Er ist leider gestorben. Seid vorsichtig!

Lieblingsfoto März 2008

Karina | 31. März, 2008 00:32

Und der März ist auch schon wieder rum:

Euer Merlin und Hoshi

Unterwegs mit Bus + Bahn 2

Karina | 31. März, 2008 00:04

Nun erzähl ich weiter. Der Pudel fand im Bus auch gleich seinen richtigen Platz:

Bei der nächsten Pause kam der Christian auf eine Idee. Neulich beim Seminar hat er ja gelernt, wie man einen Hund an einen Beisskorb gewöhnt und anscheinend hat er gut aufgepasst und hat es an mir ausprobiert:

Der Beisskorb wird gut vorbereitet:

indem ein Leckerli reingelegt wird:

Und natürlich hab ich meine Schnute da reingesteckt, immer wieder. Bis zum Eignungstest für Rettungshunde im Herbst muss ich das auch können:

Und weil wir noch länger auf die nächste Strassenbahn warten mussten, hat sich Julia, das Minifrauchen von Wylly mit mir beschäftigt:

Hab schön mit gespielt. Das muss ein Rettungshund nämlich auch können, weil ich später mal in Kindergärten gehe, um dort mit den Kindern zu spielen:

Hat Spass gemacht:

Danach hat Julia richtig mit mir gearbeitet, das kann sie super, obwohl sie erst 6 Jahre alt ist:

Ok, eigentlich darf ich noch keine Treppen hoch und runtergehen und zu Hause werde ich auch immer getragen, aber Julia hat das hier ganz langsam und vorsichtig mit mir gemacht:

Und was dann in der Strassenbahn los war, erzähl ich euch später.

Euer Hoshi

Unterwegs mit Bus + Bahn 1

Karina | 30. März, 2008 23:32

Heute bin ich mit den Kumpels den ganzen Tag mit Bus, Bahn und Fähre durch Dresden gefahren. Das DRK hat nämlich kein Geld mehr für Autos Cool. Neee, war nur Spass! Ein Rettungshund muss auch auf engem Raum in Verkehrsmitteln ganz gelassen bleiben und das haben wir heute geübt. Meine allererste Fahrt in einer Strassenbahn:

Danach sind wir an der Elbe spazieren gegangen, hinter mir seht ihr die Frauenkirche, das Schloss und die Hofkirche:

Dann haben wir wieder auf die nächste Strassenbahn gewartet:

Und dafür, dass Atli mir die Zähne gezeigt hat, kommt er auf meine Schwarze Liste. Da stehen schon einige drauf, ich hab eine ganze Menge Mützen zu verteilen, wenn ich erstmal gross und stark bin! Johhny hat ganz gelassen gewartet:

Die anderen Hunde mussten sicherheitshalber alle einen Beisskorb tragen, aber ich nicht, ich bin ja noch viel zu klein um zu beissen Innocent. Ab in die nächste Strassenbahn, ich bin immer ganz alleine ein- und ausgestiegen:

Der Pudel musste auch einen Beisskorb tragen. Ich glaub, der kann ganz schön lustig sein, der Pudel, nicht der Beisskorb:

Meine erste Busfahrt:

Schaut mal, was für schmutzige Füsse die Tante Anna hat:

Ein Gullydeckel, Made in GDR. Ich liebe Gullydeckel, könnte da immer stundenlang schnüffeln:

Frauchen, nun trödel nicht so!

Ein grosser Königspudel und ein kleiner Königspudel:

Und ich hab wieder ganz entspannt zwischen Frauchens Füssen gedöst:

Anna musste unbedingt immer einen Fensterplatz haben:

Und was ich sonst noch erlebt habe, erzähl ich euch später.

Euer Hoshi

 

Klartext: Briards sind keine Teddybären 4

Karina | 30. März, 2008 18:30

Fortsetzung:

Ein weiteres Problem ist die teilweise sehr enge Zucht der Briards. Inzucht gibt es seit ca. 5 Generationen nicht mehr, aber noch immer kann man in vielen Stammbäumen sehr, sehr enge Linienzucht sehen, der Inzuchtkoeffizient ist teilweise recht hoch. Das kann durchaus zu Briards führen, die "nicht ganz klar im Kopf" sind, eine übergrosse Schärfe, geringe Frustrationstoleranz und ein unberechenbares Verhalten zeigen. Ich bin "meinen" Züchterinnen, Evelyn Rosenberg, Ulrike Theumer, Simone Hakenberg sehr, sehr dankbar dafür, dass ihnen kein Weg zum Rüden zu weit war und sie jeweils Rüden gewählt haben, deren Stammbäume möglichst wenig verwandt mit den Stammbäumen ihrer Hündinnen waren. Natürlich hat ein geringerer Verwandschaftsgrad auch gesundheitliche Vorteile..

Wichtig im Verhalten einem Briard gegenüber ist es, bei aller Konsequenz auch mal Fünfe gerade sein zu lassen, den Hund nicht zu drangsalieren durch solchen Unfug wie Rangordnung oder Alfawurf. Ja, anfangs war ich dagegen, dass Hoshi völlig wild auf meine Unterwäsche war und sie zielsicher aus jedem Schmutzwäschestapel rauszerrte (ja, ich weiss, Welpen erziehen zur Ordnung Cool). Anfangs hab ich es ihm verboten, als ich aber merkte, wie unendlich glücklich es ihn machr und wie gut es sein Näschen trainiert, liess ich Fünfe gerade sein. Ausserdem verschonte er dann auch wesentlich wertvollere Kleidungsstücke (ausser Socken, Flokatis, Schaffellen). Wirklich wichtig ist es mir nicht, dass jetzt so mancher meiner Schlüpfer ein neues Lochmuster aufweist, egal.  Für einen Hund muss man manchmal auch Opfer der besonderen Art bringen Tongue out .

Ich kann nur jeden davor warnen, einen Briard allein wegen seines teddyhaften Aussehens zu erwählen! Briards sind bei weitem keine Hunde für jedermann/jederfrau. Hier sind auch die Züchter gefragt, sich ihre Welpeninteressenten noch gründlicher anzusehen und vielleicht auch mal auf die ein oder andere Paarung oder auf den ein oder anderen Wurf zu verzichten!

Werde ich merken, dass einer unser vielen Leser durch die Welpenfotos von Hoshi angeregt wird, sich selbst mal einen Briardwelpen zu holen, weil diese doch ach so niedlich und süss sind (sind sie ja auch), werde ich keine süssen Welpenfotos mehr zeigen! Schon jetzt mit 11 Wochen zeigt Hoshi ein beachtliches Potential, schon jetzt kann er ein kleines Teufelchen und ein Terrorist sein und spätestens in 1 Jahr wird die schwierigste Phase beginnen.

Glücklicherweise habe ich mit Merlin und Dojan zwei fantastische Lehrmeister gehabt, so dass ich da schon recht zuversichtlich bin, zusammen mit Hoshi den richtigen Weg zu finden!

Überlegt es euch gut, wirklich gut, ob ihr euch je (wieder) einen Briard holen wollt!

Ja, ich weiss, dass viele der beschriebenen Eigenschaften und Verhaltensweisen auch auf andere Hunde(rassen) zutreffen, aber wer je einen Briard sein Eigen nannte, weiss, warum Briards die etwas anderen Hunde sind!

Nächste geplante Klartext-Themen:

- Wolfsromantik

- Desaster Hundeschule

   

Welpenspielstunde beim HSV Radebeul

Karina | 29. März, 2008 17:44

Heute waren wir bei der Verprügelstunde Welpenspielstunde beim Hundesportverein Radebeul, leider ein totaler Reinfall. Trotz schönsten Wetters war dort nur ein Jung-Schäferhund, 8 Monate alt, weit und breit kein Welpe. Was überhaupt rüpelige Junghunde in einer Welpenspielstunde zu suchen haben, ist uns völlig schleierhaft und spricht nicht für die Seriösität der Veranstalter. Die folgenden Fotos sind innerhalb von nur 3 (!) Minuten entstanden.

Anfangs sah es gar nicht so schlecht aus, obwohl ich eher zurückhaltend aussehe, ich habe halt einen gesunden Instinkt, was gestern abend beim tollen Spielen mit den Hunden der Hundelobby deutlich zu sehen war.

Der erste Kontakt zwischen Billy und mir:

Er ging gleich zur Sache:

und zwang mich recht schnell in ein Wehrverhalten, was Frauchen gar nicht so gerne sah:

Ein kurzer ruhiger Moment:

Dann zeigte Billy, dass er weder fähig noch willens war zu spielen, ihm ging es ausschliesslich ums Raufen und Unterbuttern:

Anderes Spielverhalten kennt er nicht:

Da meine Rute aber nicht eingeklemmt war, hat Frauchen nicht eingegriffen, noch nicht:

Immer wieder Pfote auflegen um mich runterzudrücken:

Der letzte ruhige Moment:

und dann sprang er nur noch auf mich drauf:

Ich versuchte tapfer gegenzuhalten:

aber ich bin noch zu klein Frown

Er wurde immer ruppiger und brutaler:

Von den 3 Minuten habe ich sicherlich 2 Minuten auf dem Rücken unter ihm verbracht:

Dann wurde es ernst und es war bei Billy gar nichts mehr von Spiel zu merken:

Es schlug bei ihm um und er versuchte mich zu verletzen, daher brach Frauchen alles ab und nahm mich in Schutz:

Wie gesagt, eine Sequenz von nur 3 Minuten!

Und als Frauchen mich beschützte hat der Billy mehrfach nach ihr geschnappt, aber da Frauchen trotz des warmen Wetters ihre dicke Hundejacke anhatte, hat er nur immer den Ärmel erwischt.

Wir prophezeien diesem Hund eine grosse Rauferkarriere, typisch für Deutsche Schäferhunde, nicht ohne Grund die meistgehasste Rasse! Frauchen hat nun Befürchtungen, dass ich wie der Dojan zum Schäferhundhasser werde und würde mich gerne mit einem normalen Schäferhund zusammenbringen. Das Problem ist aber, dass es zwar sehr viele Schäferhunde in unserer Gegend gibt, aber alle ohne Ausnahme mindestens asozial und völlig unerzogen sind, viele aber schwer verhaltensgestört, sofern sie überhaupt je aus ihrem Zwinger dürfen. Ohne Leine haben wir hier auch noch nie einen gesehen und natürlich pöbeln sie jeden anderen Hund an. Während Billy Frauchen und mich ernsthaft attackierte, rief sein Frauchen ihn immer wieder, wunderts jemanden, dass er es völlig ignorierte? Über das, was wir später bei seiner Unterodnung sahen, decken wir gnädigerweise den Mantel des Schweigens.

Um mich aufzulockern, durfte ich mit 2 Menschen spielen, war aber noch durch die Prügel vorher viel zu sehr beeindruckt. Hab lieber mit Frauchen gespielt. Aber ist das nicht klasse, wie ich in meine kleine Schnute alle beiden Lieblingsquietschies reinkriege?

Das macht mir keiner so schnell nach:

Frauchen ärgert diese sinnlose Zeitverschwendung ganz furchtbar! Wären wir lieber zur Welpenspielstunde zum HSV Neustadt gefahren, da gibt es wenigstens echte Welpen und keine asozialen Junghunde! Frauchen hat jetzt ein richtig schlechtes Gewissen, weil sie mir so einen Scheiss Mist zugemutet hat, unabsichtlich.

Eines ist klar: dieser Platz wird uns niemals wiedersehen und was wir dort sonst noch erlebt haben, so dass wir nur dringend vor dieser Verprügelstunde Welpenspielstunde warnen können, wird in einigen Monaten in unserem abschließenden Testbericht über die Welpenspielstunden im Dresdner Raum stehen.

Euer Hoshi

Klartext: Briards sind keine Teddybären 3

Karina | 29. März, 2008 08:53

Fortsetzung:

 Bei aller Härte und Schärfe und Sturheit, die ein typischer Briard zeigt, haben sie jedoch auch einen sehr sensiblen Kern, keine Ungerechtigkeit wird je vergessen!

Ich bin gegen jegliche, wirkliche jegliche Form von Gewaltanwendung bei Hunden und sei es nur das geworfene Schlüsselbund, aber bei Briards ist sie besonders sinnlos, auch wenn sie sogar gelegentlich von selbsternannten Briardexperten empfohlen wird (Merke: auch wer seit Jahrzehnten Briards hält, züchtet, ausbildet muss noch lange keine Ahnung von artgerechter Erziehung haben!) Mit Gewalt, auch nur in der geringsten Form, wird man bei keinem Briard besonders weit kommen, im Gegenteil, ihr Vertrauen zu ihrem Halter wird unterirdisch werden. Und ohne Vertrauen kann es kein harmonisches Zusammenleben und keine Zusammenarbeit geben. Nur der Briard, der seinem Halter blind vertrauen kann, wird sich anpassen, sich an die Spielregeln halten und alles tun, um ihm zu gefallen. Ja, auch Briards können einen "will to please" zeigen. Dieses Vertrauen muss der Mensch sich aber verdienen durch Verlässlichkeit, Berechenbarkeit und auch durch einen Vertrauensvorschuss. Von Liebe ganz zu schweigen.

Nicht zu vergessen: Briards sind oft typische sogenannte Einmannhunde, sie suchen sich ihren Menschen aus. Erweisen sich die anderen Familienmitglieder als vertrauenswürdig, wird er auch diese problemlos akzeptieren, aber nie in gleichem Maße.

Briards können erbitterte Ressourcenverteidiger sein, egal, ob es sich dabei um ihren Menschen, ihren hündischen Partner, ihr Revier, ihr Stöckchen, ihren Lieblingsfreund oder ihr Spielzeug handelt. Briards teilen nicht gerne. Auch da zögern sie nicht, ihre Zähne einzusetzen. Nur mit ihrem Menschen wird alles grosszügig geteilt.

Briards wollen immer überall dabei sein und am Leben ihres Menschen teilhaben. Sie davon auszuschliessen, gar Zwingerhaltung ist pure Quälerei. Und ja, Briards gehören auch ins Schlafzimmer! Dojan folgte mir immer wie ein Schatten und ich bin sehr glücklich darüber, dass auch Hoshi langsam diese Tendenzen zeigt. Während ich dieses schreibe, liegt er zusammengerollt unter meinem Stuhl, noch geht das Smile.

Fortsetzung folgt!

 

Cindy

Karina | 28. März, 2008 17:41

Heute nachmittag war ich mit Frauchen und Merlin spazieren, schaut mal was der macht:

Frauchen, ist das nicht voll gefährlich?

Ich glaub, Merlin ist ganz schön mutig:

Und dann kam da ein ganz komisches Wesen, das musste ich erst mal ein bisschen anpöbeln:

Und unser spezieller Freund, der durchgeknallte Schwan war auch wieder da:

Hat voll die Show abgezogen:

Einen auf sterbenden Schwan gemacht:

Und dann wollte er uns angreifen und wir traten den strategischen Rückzug an, aber wenn ich gross bin, geb ich dem mal eins auf die Mütze:

Auf den Elbwiesen haben wir Cindy kennengelernt:

Mit der durfte ich ein bisschen spielen:

War voll fetzig:

Ein kleines Päuschen zwischendurch muss mal sein:

Ja, ich weiss, dass ich die Leine nicht in den Mund nehmen darf, aber ich glaube, das gildet nur, wenn wir gehen, nicht im Liegen:

Zum Schluss sind wir noch mal bei der Villa Elisabeth vorbei gegangen, aber Asta war nicht zu Hause:

Euer Hoshi

 
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