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Briard - Blog

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Mobbing beim Hundetreff

Karina | 04. Juli, 2009 20:01

Dass es in der letzten Zeit ein wenig merkwürdig beim Hundetreff war, haben wir euch ja schon erzählt. Leider fängt die entstandene Menschenclique jetzt auch das Mobbing an wie heute deutlich zu sehen war, aber fangen wir mal ganz von vorne an.

Es gibt Hunde, die sind für freie Hundetreffs ohne besondere Regeln, bei denen alle Hunde frei laufen dürfen nicht geeignet. Bei läufigen Hündinnen ist es den meisten Haltern eigentlich so weit klar, aber kein Halter tut seiner Hündin einen Gefallen, wenn sie entweder wegen einer Vaginitis oder wegen eines genetisch bedingten Östrogenüberschusses wie oft bei Labradorhündinnen chronisch läufig riechen und nahezu ununterbrochen von Rüden belästigt oder gar vergewaltigt werden.

Und es ist völlig sinnbefreit, zu solch einem Hundetreff mit seinem kastrierten Rüden zu gehen, der, warum auch immer, chronisch extrem nach läufiger Hündin riecht. Wenn dieser Hund auch noch überhaupt kein Interesse an anderen Hunden, gar an einem Spiel mit anderen Hunden hat, sondern immer wieder von neuen Rüden stark belästigt wird, wäre es doch deutlich intelligenter, mit seinem Hund, sofern man ihn dann liebt und nur das Beste für ihn will, solchen Veranstaltungen fern zu bleiben oder gleich in der initiierten Clique unter seinesgleichen zu bleiben als sich mit einem Regenschirm gegen einen  "neuen" Dackel (!) zu bewaffnen und diesen dann auch lautstark gegen den Dackel einzusetzen. Jedes Mal von den Haltern/Gassiführern neuer Rüden zu verlangen, dass sie ihren Hund wegbringen, anleinen oder gar komplett umkehren, nur damit der eigene Hund, der gar kein Interesse am Hundetreff hat oder vielleicht auch mal lernen könnte sich selbst zu wehren, unbehelligt bleibt, könnte man durchaus als intolerantes, engstirniges, egozentrisches und asoziales Verhalten bezeichnen. Auch Hoshi wurde seinerzeit als "neuer" Rüde schon mal sehr unsanft von besagtem Rüden entfernt und ich angepöbelt, bis Hoshi ihn dann doch recht schnell in Ruhe gelassen hat. Aber nachdem letztes Mal bei der Hundewanderung ein "neuer" Labrador dran glauben musste, war es heute besagter "neuer" Dackel.

Es ist auch völlig sinnbefreit mit einem äusserst kessen knapp 4 Monate alten Welpen, der in der Welpenspielstunde alle anderen Welpen stark deckelt und dominiert, zu solch einem gemischten Hundetreff zu gehen und von anderen Hundehaltern zu verlangen, dass deren Hunde nicht ständig auf die Provokationen dieses Welpen eingehen. Wer Briards hält oder gut kennt, weiss, dass diese gerne etwas lautstark und auch mal robuster mit anderen Hunden spielen. Nicht ohne Grund liebt Hoshi daher besonders molossoide Rassen oder "Kampfhunde". Und es hatte auch einen wirklich guten Grund, dass ich mit Hoshi das erste Mal zum Hundetreff gegangen bin, als er schon über 6 Monate alt war, damit er die Chance hat, sich selbst zu wehren und er hat anfangs viel, sehr viel einstecken müssen, ist aber prima damit klar gekommen. Merkwürdigerweise gab es damals keine Pöbeleien aus der 2. Reihe gegen die anderen Hunde und zu Gunsten von Hoshi, aber wir sind ja auch nicht in der Clique Cool. Es wurde damals noch als normales Hundeverhalten erkannt.

Heute lernte Hoshi die 16 Wochen (!) alte Retriever-Welpin Hedwig kennen, die sehr selbstbewusst durch die Gegend sauste. Dass die Welpin sicher nicht ohne Grund letztes Mal von einer älteren Hündin ständig gedeckelt wurde, wurde da stillschweigend hingenommen, aber die sind ja auch in der Clique Tongue out. Wann immer die Welpin vor Hoshis Nase (!) langsauste, setzte er natürlich hinterher, Rennspiele sind das Paradies für ihn. Sobald ihr es zuviel wurde, auch das ist normal, schmiss sie sich auf den Rücken und kreischte. Selbst für meine Nichthundeohren hörte sich dieses Kreischen nicht echt an und so reagierte auch Hoshi. Kreischen Welpen aus echter Angst/Panik vor ihm, geht er entweder weg oder macht sich ganz klein und wird ganz, ganz vorsichtig, ich kann das nahezu täglich beobachten, erst heute mittag wieder. Da er Hedwigs Kreischen aber nicht ernstnahm, zeigte er sein typisches Briardverhalten, nämlich laute Scheinattacken, damit sie aufsteht und weiterrennt. Spielaufforderung! Da man in solchen Hundegruppen übervorsichtig sein muss, denn viele Hundehalter haben trotz langjähriger/mehrfacher Hundehaltung nicht besonders viel Ahnung von der Fremdsprache Hündisch, nahm ich Hoshi zurück und machte ihm klar, dass er weniger ruppig sein solle. Es hat soweit auch funktioniert, ich brauchte mich dann in der folgenden dreiviertel Stunde nur laut zu räuspern und er drehte ab, wenn sie ihm immer wieder direkt unter der Nase langjagte.

Man sollte meinen, dass wenn sie wirklich Angst vor ihm und seinen Scheinattacken gehabt hätte, ihm gegenüber ins Meideverhalten gegangen wäre oder zumindest einen Bogen um ihn gemacht hätte.

Nichts davon, im Gegenteil! Als wir nach der Badestelle weitergingen und sie ununterbrochen direkt mit Körperkontakt (!) vor Hoshis Nase rumsauste, sie ihn also in Hoshis Augen animierte, ihr hinterher zu sausen, ist es völlig normal, dass er irgendwann darauf einging. Und dann immer wieder das gleiche Spielchen! Sie schmiss sich kreischenderweise auf den Rücken, ich holte Hoshi weg, keine 10 Sekunden später rannte sie wieder unter ihm durch, angstfrei (!) und ich liess ihn dann hinterher rennen. Hunde untereinander verstehen sich viel besser als wir Menschen je Hunde verstehen könnten.

Welpen haben natürlich Narrenfreiheit, ich vergass, und andere Hunde müssen notfalls ununterbrochen gedeckelt werden, falls sie durch die Welpen provoziert werden. Da ich dazu keine Lust mehr hatte, nachdem der Welpe das 20. Mal innerhalb von 2 Minuten unter Hoshi durchrannte, wurde ich von den Welpenhaltern sehr unfreundlich angepöbelt. Als dann noch Pöbeleien aus der 2. Reihe dazukamen, von Leute, die das so gar nichts anging, aber ich bin ja auch nicht in der Clique und Hoshi hatte besagten Rüden ja auch schon mal belästigt Cool, fasste ich den Entschluss, dass es manchmal klüger ist himmelschreiender Dummheit und Intoleranz auszuweichen, schnappte mir Hoshi und wir kehrten um. Uns schloss sich auch noch die Dackel-Gassigeherin an, die verständlicherweise auch keine Lust mehr hatte und Hoshi hatte auf dem Rückweg mit den anderen Hunden, ohne die Clique, viel Spass und keinen Stress. Und beinahe hätte er Max sogar den Ball klauen können Cool.

Fazit: weiss ich noch nicht so genau Cool. Auf diese zunehmende Clique mit ihrer Dummheit und Intoleranz habe ich jedenfalls so gar keinen Bock mehr, schon gar nicht, wenn mein Hund zunehmend gemobbt wird. Von Menschen! Interessant ist, dass in dem einen Jahr, in dem wir beim Hundetreff sind, jede Menge aggressiver Raufer "durchgezogen" wurden, was auch gut so ist, aber ein Hund, der wirklich nur spielen (!) will und dabei seiner Rasse gemäss auch mal typische Hütehundeigenschaften zeigt, wird getreten, geschlagen, angebrüllt. Hoshi wirkt wohl zu lieb und menschenfreundlich, dass diese Leute sich das trauen und mich würde mal interessieren, ob sie sich das auch gegenüber einem kurrenden, zähnchenzeigenden Kangal, Rottweiler oder AmStaff trauen würden Cool-

Wie auch immer meine Entscheidung ausfällt, sie wird zu Gunsten von Hoshi ausfallen, meine Belange sind da zweitrangig, ich hab ein breites Kreuz und kann sehr gut meine Ohren auf Durchzug schalten Cool. Aber ein Hundetreff, bei dem ich Hoshi ständig deckeln muss, ist völlig sinnlos!

Jedenfalls freu ich mich schon auf den 2. August, denn da werden wir zu einem grossen Briardtreff fahren!!!

Karina

PS: Dass sich Briardhalter und Retrieverhalter nicht ausstehen können, ist sicher nicht ganz grundlos Tongue out.

PPS: Und ja, die Antipathie auf den ersten Blick beruht auf Gegenseitigkeit, aber ich habe die Reife, damit umgehen zu können ohne sie gar an einem Hund auszulassen.

PPPS: Herrchen redet ja nicht sooo viel Cool, aber er sagte vor nicht allzu langer Zeit, dass er deswegen nicht mehr mitkommt, weil dort zunehmend merkwürdige und teils asoziale Gestalten rumrennen. Tja ... Viele nette Leute mit netten Hunden sind aus diversen Gründen, Krankeit, Arbeit etc. leider kaum noch dabei.

Grassamen

Karina | 04. Juli, 2009 13:35

Tja, noch nie hatte einer von Frauchens Hunden Probleme mit Grassamen oder Grannen, bei Merlins Elefantenhaut hätten nicht mal Grassamen aus Stahl oder Diamant den Hauch einer Chance gehabt, aber als ich mich eben beim Gassigehen vor Frauchen wälzte, entdeckte sie rote Flecken auf meinem Bauch. Da hat sie mich einfach auf den Rücken gedreht und genau nachgeguckt. Tatsächlich, da kurz vorm Pullermann, wo nur ein bisschen Flaum ist, haben sich 2 fiese dunkelbraune Grassamen in meine zarte Haut gebohrt und drumherum war alles rot und nässend. Frauchen hat die natürlich sofort rausgezogen, da waren dann richtig tiefe Löcher, und als wir wieder zu Hause waren hat sie mir den Bauch mit Betaisodona-Salbe eingeschmiert, auf dass ich jetzt auf meinen Liegeplätzen überall gelbbraune Flecken hinterlasse so wie Emil.

Euer Hoshi

 
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