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Briard - Blog

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Winterliches

Karina | 10. Januar, 2010 18:20

Im Sommerhalbjahr bei sonnigem Wetter passiert es oft genug, dass man auch mitten auf den Elbwiesen vor Radfahrern nicht sicher ist. Anstatt den schönen Rad-Fussweg zu benutzen, der eh schon vollständig von ihnen okkupiert wurde, hat man noch nicht mal auf den Trampelpfaden seine Ruhe. Da dies ausserdem verboten ist, über die Wiesen mit dem Rad zu fahren (Trinkwasserschutzgebiet - Kettenöl) und wir ja schliesslich auch irgendwo gehen müssen lässt Frauchen mir trotzdem vollen freien Lauf, seitdem ich meine Endgrösse erreicht habe Cool. Wenn ich mal unvorhergesehen die Seite wechsle und deswegen ein Radler bremsen muss hat er halt Pech gehabt. Frauchen hat schon ein Auge auf mich und unbemerkt von anderen Menschen dirigiert sie mich notfalls mit leisen Zisch- und Schnalzlauten, gerade bei Kindern und älteren Frauen Menschen auf dem Rad.

Jeder zweite Radfahrer, der wegen freilaufender Hunde sein Tempo geringfügig verlangsamen muss pöbelt los, aber da hat er nicht mit Frauchen und so einigen anderen Hundehaltern gerechnet Cool. Derjenige bekommt dann schon entsprechende Hinweise und Antworten.

Aber was diesen Winter auf den Elbwiesen los ist, haben wir noch nicht erlebt. Obwohl es heute mittag schnieselte, war die Wiese schwarz vor Menschen, drunderttausende Skilangläufer. Vereinzelt sehen wir sie ja seit einigen Wochen und so langsam hab ich mich auch an ihre komischen Bewegungen und Geräusche gewöhnt:

aber heute war es wirklich unglaublich. Unmengen von Loipen und auch auf den Trampelpaden waren sie so zahlreich unterwegs, das Frauchen danach Ausschau hielt, ob da vielleicht ein Wettbewerb oder eine geplante Massenveranstaltung war. War aber nicht.

So bewegten wir uns jedenfalls anderthalb Stunden die ganze Zeit in einem Pulk von drunderten Skilangläufern, die uns mehrspurig überholten, entgegen kamen und die Loipen wechselten.

Und wisst ihr was??? Ich habe jeden einzelnen von ihnen komplett ignoriert!!! Ich rannte die ganze Zeit kreuz und quer herum, musste manchmal recht eng an ihnen vorbei gallopieren, habe auch die Spurter und die Geräuschvollen ignoriert, bin keinem über die Skier gerannt, hab keinen beschnüffelt, keinem seinen Stock geklaut, sondern war der liebste Hund auf der ganzen Welt Cool . Frauchen hat mich riesig über mich gefreut, denn es war ein echter Härtetest.

Und zur Belohnung hat sie dann am Ende viele viele Wurststückchen in den Tiefschnee geschmissen, die ich dann ausbuddeln und essen durfte. Das macht Spass!

Euer Hoshi

 

PS: Interessant ist übrigens, dass die Spezies der Skilangläufer von der Spezies der Radfahrer sich darin deutlich unterscheidet, dass bisher keiner der Skilangläufer Anstoss an einem freilaufenden Hund nahm und sich dementsprechend äusserte. Keine einzige böse Bemerkung zu mir, obwohl es sicherlich nicht jedermanns Sache ist, wenn ein grosser schwarzer Hund im vollsten Galopp recht eng an ihnen vorbei prescht, kein dämliches "Hunde gehören an die Leine".

 
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