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Briard - Blog

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Epidurografie

Karina | 15. Juni, 2010 19:30

Epidurografie, ein Wort, was ich sicher schon mal gehört habe, dessen Bedeutung mir auch geläufig ist, aber weiter habe ich mich damit nicht beschäftigt. Das änderte sich gestern schlagartig.

Hoshi hatte am Wochenende einen massiven Rückfall seiner Rückenschmerzen. Es reichte schon, ihm die Hand nur sanft auf die Kruppe zu legen und er schrie vor Schmerzen. Er zeigte wirklich alle klassischen Symptome eines Cauda Equina Syndroms, Schmerzen beim Aufstehen, Springen und Treppensteigen, Missempfindungen in dem Bereich, glücklicherweise keine Lähmungen oder Inkontinenzen.

Erneut eine solche Schmerzattacke in so kurzem Abstand, ganz leichtes, kaum wahrnehmbares Schonverhalten seitdem spricht leider doch dafür, dass es keine akute Verletzung wie Prellung war, sondern ein beginnend chronisches CES, vielleicht ausgelöst durch eine Verletzung.

Hoshi ist jung, es wird bei ihm keine knöcherne Ursache sein, sondern ich vermute, dass es bei ihm ein Band ist, was auf das Rückenmark drückt. Hoshis Rücken ist extrem lang, kann sein, dass ein Teil des Bandapparates nicht genug mitgewachsen ist.

Jedenfalls waren wir gestern abend bei unserem Tierarzt, schon sehr leichter Druck von ihm löste bei Hoshis die typische Schmerzreaktion aus. Den gleichen Druck übte der TA auf meine Hand aus, damit ich ihn mir vorstellen konnte.

Vorgeschlagen wurde vom TA zur Diagnostik die Myelografie, eine Kontrastmitteldarstellung des Rückenmarks, sehr aussagekräftig, aber leider auch mit gravierenden, nicht seltenen Nebenwirkungen. Ihr erinnert euch, die Briardhündin Cheyenne, die Vorgängerin Noelles, ist daran gestorben, daher lehnte ich es spontan ab.

Alternative ist ein MRT, sehr aussagekräftig. Nachteil: sehr teuer, in Dresden nicht durchführbar.

Andere Möglichkeit besagte Epidurografie: recht aussagekräftig ausser bei Seitenschäden.

Für letztere habe ich mich entschieden, denn der Hund braucht für beides eine Vollnarkose und einen Tag Aufenthalt in der Klinik.

Gründe meiner Entscheidung:

- Hoshi ist hier in Dresden in der Klinik in ihm vertrauter Umgebung, alle kennen und mögen ihn

-ich muss nicht mit einem Hund nach einer Narkose durch halb Deutschland kurven

- ich habe vollstes Vertrauen zu meinem Tierarzt, er kennt mich und meine Hunde seit 13 Jahren, er weiss, wieviel sie mir bedeuten

- falls es zu einer OP kommt, halte ich es für sinnvoller, wenn Diagnostik und OP in einer Hand liegen. Warum ich meinem TA diese OP anvertraue, werde ich zu gegebener Zeit erläutern

- da Hoshi keinerlei Seitendifferenz zeigt, müsste diese Methode ausreichen

- und last but not least: es kommen wahrscheinlich viele tausend Euro Kosten auf mich zu und die 3-400 EUR weniger investiere ich lieber zusätzlich in eine optimale Physiotherapie postoperativ

Nun werde ich Hoshi morgen früh in der Klinik abgeben, er wird in Vollnarkose seine Epidurografie bekommen, abends werde ich das Ergebnis erfahren, die weitere Vorgehensweise entscheiden müssen und einen müden Hoshi abholen.

Ihr dürft uns gerne die Daumen drücken, dass Hoshi den Tag gut übersteht (ich hoffentlich auch Tongue out), dass wir ein klares Ergebnis bekommen und, aber da wage ich kaum zu hoffen, dass eine OP nicht nötig ist.

Ich danke euch für den vielen Zuspruch, den ich schon seit gestern per Telefon und Email von vielen bekommen habe, denn obwohl es noch gar nicht im Blog stand, hat es sich schon teilweise durch die Bloggerszene rumgesprochen.

Karina

 

 
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