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Briard - Blog

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Ortswechsel

Karina | 20. Juni, 2010 23:28

Nachdem ich heute nachmittag aus freien Stücken erstmals nach 3 Tagen wieder das Arbeitszimmer betreten habe, so wie eben nochmal, das eigentlich unser Hauptlebensmittelpunkt ist, mein Schlafzimmer, mein Spielzimmer, fand Frauchen, dass das es wert war, per Foto dokumentiert zu werden:

Die bequemste Lage findet man beim schnellen Hinschmeissen nicht Tongue out.

Und so sieht sie aus diese bitterbitterböse Stelle, die mir soviel Kummer bereitet, der superböse Popozwack:

Euer Hoshi

Gassi 3

Karina | 20. Juni, 2010 20:56

Geplant wie eine Einsatzübung des Katastrophenschutzes Cool. Träger und Hundefreundin für die Zeit zwischen den Fussballspielen bestellt, nach Zeitplan Darm und Blase gefüllt, soll sich ja lohnen, Schmerzmittel und dann für optimale Wirkdauer 10 mg Valium direkt vorher.

Pünktlich erschienen Nellys, grosse Freude bei Hoshi, mitgebrachte Leckereien wollte er voller Heisshunger mit Packung runterschlingen, Schreiattacken bei den Versuchen sie so wie immer zu begrüssen.

Nellyherrchen trug Hoshi die Treppe runter, war für Hoshi alles easy, dann ins Nellyauto und zu den Elbwiesen gefahren. Gekackt, gepinkelt. Wir gingen doppelt so weit wie heute morgen, Hoshi ging sogar voller Freude im Graben baden (15 Treppenstufen runter und hoch ohne Geschrei), auf dem Hinweg immer wieder im Heu gewälzt (die Wiesen wurden kürzlich gemäht), auf dem Rückweg etwas weniger. Deutlich weniger Geschrei beim Rennen als heute morgen, weniger Gerenne, auch mal Trab im Passgang, Schnüffeln, Gucken, was Nelly macht. Es gab entspannte Phasen, in denen man ihm nichts anmerkte.

Fremden kastrierten Rüden getroffen, der ihn angrummelte, weil er Hoshis Schwäche erkannte, aber Hoshi bekam die Situation souverän geregelt.

Hoshi nach oben getragen, er schmiss sich nicht in den Flur wie sonst, sondern ging in die Küche zum Fressnapf, den ich dann befüllen musste. Cool

Jetzt liegt er wieder im Flur, entspannt, die Dröhnung scheint noch zu wirken.

Herzlichsten Dank an Marcel und Antje und Nelly für euren Besuch, ihr wart eine grosse Hilfe!!!

Morgen ist ein neuer Tag ....

Karina

Gassi 2

Karina | 20. Juni, 2010 12:09

Die Nacht war etwas unruhig, weil Hoshis Blase langsam voll lief. Heute morgen 7 mg Valium gegeben, dann das Auto vor die Tür gefahren, damit er gleich rein kann. Wer von den Nachbarn bei unserem Gang durchs Treppenhaus noch nicht wach war, dürfte spätestestens dann aus dem Bett gefallen sein. Hoshi ins Auto gehoben, obwohl er das gar nicht will, sondern merkwürdigerweise selbst reinspringen will und die 200 m zu den Elbwiesen gefahren.

Ihn rausgehoben, er hat dann lange gepinkelt. Er rannte zu Leuten hin, sprang sie an, raste schreiend um deren Auto, sprang schreiend an meinem geschlossenen Auto hoch, er wollte wieder ins Auto und nach Hause, er liess sich kaum einfangen um ihn anzuleinen, aber einmal Beinheben reicht für 24 Stunden nicht!

An der Leine 20 m vom Auto weg, ging es dann auch ohne. Er galoppierte immer 30-40 m vor mir weg, mal schreiend, mal nicht, schmiss sich dann ins Gras und wartete, bis ich da war. Oder er rannte ununterbrochen schreiend wieder zu mir zurück.

Schnüffeln, Beinheben ging ohne Schreien, zum Kacken hab ich ihn leider nicht bekommen, seit 40 Stunden nicht mehr, aber er hat auch wenig zu Fressen bekommen.

Parallel zu uns lief ca. 80 m entfernt eine Hundegruppe, da konnte er ohne Geschrei hinrennen, alle kontaktieren, markieren und ohne Geschrei wieder zurück kommen.

Er wollte dann mit mir im Gras sitzen, haben wir auch ca. 30 min gemacht, wobei er entweder auf meinem Schoss sass, stand oder lag. Er hat es sehr genossen.  Ein älterer Mann mit Tüte in der Hand steuerte uns an, ob Hoshi Leckerlis haben dürfte. Durfte er und Hoshi ging zu ihm und setzte sich brav vor diesen Mann, alles ohne Geschrei.

Der Rückweg war wie der Hinweg, die letzten 100 m rannte Hoshi schreiend zum Auto durch und schmiss sich dahin. Ich hob ihn rein, wir fuhren nach Hause. Der Weg vom Auto bis zur Wohnungstür war ununterbrochenes Geschreie, die Nachbarn schossen aus ihren Türen, Erklärungen, Verständnis, Mitleid.

Da er sonst nie zu hören ist, zeigen die Nachbarn jetzt bei dem Lärm Toleranz.

Im Flur hat Hoshi den Wassernapf leer gesoffen. Als ich in der Küche seinen Fressnapf füllte, hob er neugierig den Kopf. Auf meinen Lockruf, oh Wunder, kam er langsam ohne Geschrei in die Küche und frass im Stehen, er hat das erste Mal seit 2,5 Tagen den Flur verlassen und einen anderen Raum betreten. Sonst hatte ich im Flur den Napf direkt vor ihn gestellt.

Und dann als ich ihn nach dem Fressen vom Balkon aus rief, kam er, oh Wunder, ohne Geschrei dorthin und liegt seitdem entspannt in der Sonne.

Ich kann nicht mehr wirklich beurteilen, ob dieser Tag besser ist als der vorherige, vielleicht überdecken seine Schreie beim Gassi auch die kleinen Fortschritte, denn dass er den Flur verlassen hat ist ein Fortschritt, oder?

Heute abend müssen wir noch mal raus, zum Kacken auf die Elbwiesen fahren, vorher wird er 10 mg Valium bekommen, ich denke schon jetzt mit blankem Horror daran.

Als ich dem Tierarzt am Freitag sagte, dass ich Hoshi nicht in der Klinik lasse, meinte er nur lakonisch: dann werden Sie es aushalten müssen!

Dieses Geschrei auszuhalten fordert die letzte Kraft .....

Karina

 

Brüder

Karina | 20. Juni, 2010 00:09

Eine der vielen SMS die wir bekommen haben ist so schön, dass wir sie euch nicht vorenthalten wollen:

Hallo Hoshi!

Heute morgen, als ich das Fenster öffnete, hat mich ein Engel gefragt, was ich mir wünsche ... Ich habe geantwortet, daß er auf die Person, die dir lieber Hoshi diese SMS vorliest und ganz besonders auf dich mein Brüderlein (auf deinen Rücken) achtgeben soll! Engel existieren und wenn sie keine Flügel haben nennt man sie Brüder (Freunde). Denke ganz fest an dich, gute Besserung

Dein Bruder Baxter (...)

Danke! Und wieder auch ein herzliches Danke für eure Emails, Tipps, Recherchen, SMS, Anrufe, Kommentare!

Karina

PS: Nach der abendlichen Valiumgabe von 7 mg hat Hoshi soeben im Liegen mit mir volle 3 Minuten gespielt, zum ersten Mal wieder seit Dienstag abend, mit seinem Dotti, was er sich selbst mal als Welpe im Laden ausgesucht hat und was noch immer quietscht

 
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