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Briard - Blog

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Hoshis Leben 12

Karina | 06. Januar, 2012 21:32

Februar 2009

 

 

 

Karina

Hoshis Leben 11

Karina | 06. Januar, 2012 21:25

Januar 2009

 

 

 

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Hoshis Leben 10

Karina | 06. Januar, 2012 21:17

Dezember 2008

 

 

 

Karina

Hoshis Tod

Karina | 06. Januar, 2012 12:25

Der Mittwoch war ein völlig normaler Tag, Hoshi ist vormittags fröhlich und lustig mit Theresa und seinen Kumpels durch die Gegend getobt. Als ich nachmittags nach Hause kam wurde ich wie immer stürmisch begrüsst und er erzählte mir sofort, dass er einige Kletten im Fell habe, die ich wie immer sofort entfernte. Dann bekam er sein aufgetautes Pfund Hühnerklein.

Der Abend verlief wie immer, er bewachte mein Nachmittagsschläfchen auf der Couch, er lag neben mir am Schreibtisch, wir spielten zwischendurch mit dem Inateddy oder seinem Lieblingshandschuh, wir übten kleine Kunststückchen und er kassierte dafür ordentlich Leckerlis.

Kurz nach Mitternacht machten wir den letzten Gassigang zur Elbe runter, er markierte hier und dort, schnüffelte hier und dort. Er war bis auf wenige Sekunden immer in meinem Sichtkreis und er hat draussen NOCH NIE was aufgenommen. Auf dem Rückweg gab es wie immer einige Gehorsamsübungen, zu Hause dann eine 500 g Dose.

Als ich um 1 Uhr ins Bett ging kam er wie immer an, um sich sein Betthupferl zu holen und ging dann auf seinen Schlafplatz im Arbeitszimmer. Wegen meiner Bronchitis lag ich noch einige Zeit wach, schlief dann aber irgendwann ein.

Um ca. 5.30 wurde ich durch ein lautes bekanntes Poltern aus dem Schlaf gerissen, er hatte im Flur den Kerzenständer umgeschmissen, was seit 1,5 Jahren nicht mehr passiert war. Im Nachhinein ist mir klar, warum das passiert ist, die Ecke, wo er steht, ist seine Sterbenskrankecke, dort verkroch er sich ja auch mit seinem kranken Rücken.

Mit den beruhigenden Worten "es ist alles gut, es ist alles ok" schoss ich in den Flur. Hoshi stand dort leicht zitternd neben dem umgeschmissenen Ständer, der ganze Flur war voller festem Kot und Kotspritzer, seine ganze Hinterseite auch. Auch das Arbeitszimmer und etwas im Wohnzimmer.

Nachdem ich ihn tröstete reinigte ich den Flur schnell notdürftig und ging dann mit Hoshi ins Bad. Ich stellte ihn in die Wanne, weil er nicht reinspringen wollte, was aber eher normal war, und brauste ihn hinten ab. Er sprang dann selbständig aus der Wanne raus und legte sich in den Flur, den ich dann feudelte.

Danach machte ich mich fertig, frühstückte und sah dann, wie Hoshi zum Wassernapf im Flur ging, sich daneben legte und die Schnute reinsteckte, aber nicht trank. Er schmiss sich dann auf die Seite daneben und hatte tiefe, sehr tiefe Atemzüge in den Bauch rein, geweitete Pupillen.

Er stellte sich zur Untersuchung hin, Bauch war weich, aber im Nachhinein merkwürdig anzufassen, Bauch, Herz und Lunge mit dem Stethoskop abgehört, war nichts auffälliges, aber schneller flacher Puls. Zahnfleisch angesehen, war normal rosa, auf Fingerdruck die Kapillardurchblutung nicht verlangsamt. Vielleicht waren die letzen beiden Sachen in Nachhinein doch etwas minimal gestört, so dass mir die Störung nicht auffiel. Ein angebotenes Leckerli nahm Hoshi nicht, gespeichelt hat er kaum.

5 min überlegt, dann bei der Arbeit angerufen und mich abgemeldet, kurz im Internet recherchiert, mich fertig angezogen, Theresa eine Absage-SMS geschickt und um 7:15 beschlossen, jetzt zum Tierarzt zu fahren.

Hoshi das Halsband umgemacht, aber er konnte nicht mehr aufstehen. Ich hab ihn hingestellt und er kippte um. Aber es gab für mich keine andere Wahl, Leine dran und ihn wieder hingestellt und hinterher geschleift. Seine Beine rutschen immer wieder zu allen Seiten weg, aber ich kann 40 kg in Eile nicht die Treppe runtertragen. Mir wurde langsam klar, dass jetzt jede Sekunde zählt.

Als er sich im Treppenhaus hinschmiss kurz überlegt, ihn liegen zu lassen und den TA zu rufen, aber bis er kommt, wäre mehr Zeit vergangen und ich hätte es mir nie verziehen, wenn Hoshi dann gestorben wäre.

Mit Ach und Krach die Treppen runter (Hoshi verzeih, ich wäre gerne sanfter gewesen), ins Auto auf die Rücksitzbank gepackt und durch den morgendlichen Berufsverkehr im Sturm zum Tierarzt. An jeder roten Ampel kontrolliert, ob Hoshi noch atmet.

Unterwegs beim TA angerufen, dass ich mit einem sterbenden Hund auf dem Weg und ca. 7.50 da sei. Ihr Hinweis, dass kurz vor 8 der erste TA käme. Überlegte während der Fahrt, ob es nicht doch ein Magendreher sein könnte.

Ich fuhr auf den Parkplatz und als ich den Motor ausmachte, hat Hoshi dermassen am ganzen Körper gekrampft, mit einem furchtbaren Geräusch/Geschrei, dass er durch den ganzen Wagen schoss, alle 4 steif gestreckt, Kopf schoss in den Nacken, Augen waren verdreht, Kieferkrampf, da hielt ich ihn schon im Arm. Der finale Krampf durch Sauerstoffmangel nach plötzlich starkem Blutverlust, wie mir meine Hausärztin hinterher bestätigte.

Ich schrie um Hilfe, andere Kunden holten sofort eine Arzthelferin raus und gemeinsam trugen wir Hoshi rein, ich weiss nicht, ob er da noch atmete, seine Beine waren noch steif gestreckt, im Nachhinein war er da wohl doch schon tot.

Wir legten ihn hin, ich schoss raus, um die Autotür zuzumachen, schoss wieder rein und war in einem Zustand, wie ich noch nie vorher im Leben gewesen bin und nie wieder sein möchte.

Ich sah seine blaue Zunge, den Atemstillstand, spürte das Kammerflimmern unter meinen Händen, fing aber sofort mit der Herzdruckmassage an und beatmete ihn zwischendurch, während die Arzthelferin losrannte, um alles für eine Reanimation zu holen.

Ich drückte und beatmete Hoshi immer weiter, sicherlich nicht im richtigen Rhythmus, obwohl ich zig Erste Hilfe am Hund-Kurse hatte, gleichzeitig spürte ich die Sinnlosigkeit meines Tuns.

Als die Helferin mit der Beatmungsmaske kam machte sie weiter, der erste TA war da, schleppte Hoshi sofort nach oben in den Klinikbereich und ich musste untenbleiben, während ich den TA anflehte, Hoshi zu retten.

Dr. Popp kam und auch ihn flehte ich an und er ging sofort nach oben. Ich nutzte die Zeit, um diverse Anrufbeantworter und Mailboxen vollzuheulen.

 

............

Als er nach ca. 15 min wieder runterkam, sah ich an seinem Gesicht, dass Hoshi unrettbar verloren war ......

Mein Leben, meine grosse Liebe, die Liebe meines Lebens, mein Herz war von mir gegangen ..... für immer ...

 

In der Klinik wurde alles geregelt, den TÄ war die Todesursache auch unklar, also entschloss ich mich zu einer Obduktion und ich wollte Hoshi selbst dahin fahren, um mich von ihm verabschieden zu können ....

Ich lieh mir eine Schere und schnitt Hoshi, als er in meinem Auto lag, einige Strähnen ab. Ich fuhr dann durch ganz Dresden zur Landesuntersuchungsanstalt, bei der Dr. Popp mich schon angekündigt hatte. Ich wünsche niemandem, dass er mit seinem toten Hund im Auto durch ganz Dresden fahren muss ....

Beim Empfang wurde mir gesagt, dass ich den Leichnam nach einer Obduktion wegen des Seuchenschutzgesetzes nicht wieder abholen könne, ich brach zusammen. Ich beriet mich mit Hoshis Züchterin Simone und auch sie war für eine Obduktion, selbst um den Preis, dass ich ihn dann nicht beerdigen kann. Also lieh ich mir wieder eine Schere und bekam eine kleine Tüte und wieder schnitt ich ihm Strähnen ab, blonde, schwarze, graue, und ein Zöpfchen. Fotos mit dem Handy machen. Abschied nehmen ....

Nachdem ich das Formular ausgefüllt hatte, fuhr ich rum zur Rampe. Der Sektionsangestellte fragte mich, ob ich die wäre, wo der Dr. Popp angerufen hätte und die hinterher ihren Hund wiederhaben wolle. Ich: ja, aber geht nicht. Er: doch, aber nur wenn es ein Offizieller Tierbestatter macht, Privatpersonen bekommen die Leiche hinterher nicht ausgehändigt, aber die Bestatter zur Verbrennung ja. Dann drückte er mir eine Liste der Bestatter in die Hand und ganz oben stand die Tierbestattung Rosengarten, die schon Merlin und Dojan versorgt hatten.

Diesen feinen Unterschied wusste weder mein Tierarzt, noch die Dame am Empfang, noch die Tierbestatterin, noch sonst jemand. Bitte merkt euch das, vielleicht braucht ihr dieses Wissen mal für euch selbst oder andere.

Dojan Hoshi wurde auf die Rampe gelegt, wieder nahm ich Abschied, ein allerletztes Mal. Geduldig wartete der Sektionsangestellte, vielleicht innerlich kopfschüttelnd über eine Hundebesitzerin, die im strömenden Regen minutenlang ihren toten Hund herzt und küsst und ihm zuflüstert ...

Dann bin ich zu meiner Hausärztin gefahren, um mir ein starkes Beruhigungsmittel verschreiben zu lassen ...

 

Heute morgen rief ich in der Landesuntersuchungsanstalt an, die makroskopischen Befunde liegen vor:

- ca. 120 ml freies Blut im Bauchraum

- Leber geschwollen, aussen an der Leberkapsel zahlreiche Blutgerinnselklumpen, innen alles voll mit zahlreichen Sickerblutungen, leichte Gerinnungsstörung, Ursache bisher unbekannt

- Gallenblase ödematös geschwollen, aber keine Steine

- alle anderen Organe sind einwandfrei, da war alles in Ordnung

Die feingeweblichen und chemischen Untersuchungen dauern einige Tage, in spätestens 2 Wochen hab ich den vollständigen Befund

 

Keine Worte in keiner Sprache könnten auch nur annähernd ausdrücken, was ich für diesen Hund empfunden habe. Und ich würde mir beide Arme und beide Beine abhacken, wenn ich ihn dafür wiederbekommen könnte ....

Weil mir die Worte fehlen werde ich jeden Monat seine Lebens mit den typischen Fotos bloggen, die ersten sind ja unter Hoshis Leben schon im Blog.

 

Karina

PS: Nein, kein schwarzer Briard mehr, nein! Ich habe mit Dojan und Hoshi 2 wundervolle Exemplare dieser Rasse gehabt, das wird nie wieder so sein ...

Aber falls irgendjemand von euch von einem fauvem Briardwelpchen weiss, idealerweise 4-6 Monate alt, dass keiner will, dann möge er mir das bitte hier mitteilen (zur Zeit kann ich keine Emails empfangen ausser Nachrichten über Facebook)

PPS: Diese Urne hab ich für Hoshi ausgesucht, sie passt perfekt zu ihm.

 

Hoshis Leben 9

Karina | 06. Januar, 2012 11:27

November 2008

 

 

 

 

 

Karina

Hoshis Leben 8

Karina | 06. Januar, 2012 11:11

Oktober 2008

 

 

 

 

Karina

Hoshis Leben 7

Karina | 06. Januar, 2012 11:03

September 2008

 

 

 

Karina

Hoshis Leben 6

Karina | 06. Januar, 2012 08:49

August 2008

 

 

 

 

 

 

 

Er war so voller Leben, er liebte das Leben so sehr ...

Karina

Hoshis Leben 5

Karina | 06. Januar, 2012 08:39

Juli 2008

 

 

Karina

Hoshis Leben 4

Karina | 06. Januar, 2012 08:32

Juni 2008

 

 

Karina

 
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